Wanderwoche in St. Luc vom 22. bis 29. Juni 2019

Wanderwoche in St. Luc vom 22. bis 29. Juni 2019

Bericht von Silvana:

Wir waren nur 12 Wanderleute
Immerhin von einer guten Sorte
Leider nur 2 Männer, Kurt 1 u Kurt 2 unter uns,
aber was für starke Kerle, bigunz!
So wanderte Kurt 1 am Dienstag mit Hauptfrau und vier Nebenfrauen hinauf den Berg,
im Wald neidisch war mancher Zwerg!!
Als es steiler wurde kam endlich Ruhe,
fast so still wie bei Niklaus von der Flue
Silvana machte schlapp vor dem Picnicplatz
Wie schön die Ruhe, ohne ihren Schwatz.
Kurt 2 führte uns zur Terrasse zum obligaten Bier,
das lange Tschalpen auf der heissen Strasse
wünsche ich keinem Tier!
Wir bewunderten das fast kitschige Grimentz
Aber keine Seele war da, kein Mercedes Benz.
Wir genossen schöne, schattige, auch heisse Wandertage,
ein Tag Regen, das kam nie in Frage
Und das schönste in dieser Genusswanderwoche
War die lange Mittagsrast, nicht wie im SAC, hier ohne Hast
Das Hotel Beau Site muss ich auch nicht vergessen.
Der schlagfertige Wirt, die tüchtige Wirtin und das oft gute Essen.
Ja, das Ehepaar Salamin Salamett
Ist wirklich besonders nett
Ach ja, das Einzelzimmer muss ich auch erwähnen,
so ein Miniaturbadezimmer,
es kommen mir die Tränen.
Für manchen Zwerg ist das ein Traum,
für uns aber, zu wenig Raum
Die Dusche aber funktionierte tadellos,
und das war meraviglios.
Und die Zahnbürste drehte ich immer nach rechts,
um eine Kollision zu vermeiden, im Ernst!
Aber so ein Nordzimmer, dunkel und kühl,
kann bei 30° erwecken ein Glücksgefühl.
Ich kam immer glücklich abends in meine Kältekammer,
ja so kühl, das war der Hammer!
Das ist ein Zimmer mit Gratisfitness,
Rollladen heben morgens, das ist wellness!!
Doch verglichen mit Berghütten und Pfadilager, das ist war,
ist doch so ein Zimmer einfach wunderbar.
Und was den Wein betrifft:
Christine hat jetzt einen neuen Beruf,
sie ist Sommelière von Ruf
Kurt 2 pflegt zu schwimmen in kalten Seen,
seine Frau hat von Hunger schon bald Wehen.
Lydia hat den Koffer bis zum Lac de Moiry geschleppt,
Konnte ihn dort lassen, das war ganz adrett
Am Donnerstag überquerten viele einen stürzenden Bach mit einem «kurtischen Seil»,
Sie kamen auf die andere Seite, nass aber heil.
Am Donnerstag spendierte uns Ruth einen Aperitivo,
wir genossen ihn in einem Klima festivo.
Christina wechselt nach dem Wandern das Tenue,
und zeigt allen eine schöne Moderevue,
Unter Blumen und Blümchen ist Regina selig,
mit Rosmarie fachsimpeln könnte sie ewig.
Am Freitag verweigerte Kurt 2 sein fast tägliches Alpenbad,
kein Adonis in Sicht, es war wirklich schad!
Der Lac Noir blieb also ohne kurtischen Gump,
ja, so was ist ein wenig plump!
Kurt 1 und Kurt 2 werden uns in Zukunft auch in die Berge begleiten,
Hauptsache es gibt genug Bier und hochprozentiges Wasser,
von diesen Getränken sind sie keine Hasser!
Und jetzt sind wir am Ende dieser fantastischen Tage,
nochmals besten Dank an die Organisatoren,
das muss ich sagen.
Auch einen grossen Dank an jede liebe Bernerin,
der Schneck der Gruppe war oft eine Züricherin.
Silvana Witzig, fecit magna cum amore et labore

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