1. Oktober 2020

Mittwochswanderung zur Kanderschlucht vom 30. September

Am Bahnhof Thun haben sich ganz viele interessierte Naturfreunde getroffen, um an der geführten Wanderung von Lehrer Gusti Bernasconi teilzunehmen. Er wollte uns über das grosse Wasserbauprojekt und die Schönheiten des Kanderdeltas informieren. Mit dem Bus fuhren wir bis zur Haltestelle Hani / Glütschbach / Zwieselberg. An einem Felsen ist ein Denkmal von Samuel Bodmer zu sehen.

Wir machten einen kurzen Abstecher zur Velo- und Fussgängerbrücke über die Kander. Dort erklärte uns Guschti, dass die Kander bis vor 300 Jahren Richtung Amsoldingen lief und erst nach der Stadt Thun, am selben Ort wie die Zulg (vom Eriz her) in die Aare floss. Dies führte stets zu Überschwemmungen in Thun-Strättligen, Thierachern und Uetendorf. Samuel Bodmer (Mühlenbesitzer, Artillerieleutnant, Feldmesser und seit 1695 Schlossherr von Amsoldingen) plante mit einem Durchstich des Strättlighügels das Wasser direkt in den Thunersee zu leiten. Unter seiner Führung wurde ab 1711 die Moränen südöstlich des Strättligturms abgetragen. Im Dezember 1713 floss die Kander erstmals durch den neuen Stollen in den Thunersee.

Wir wanderten weiter zum Gwattsteg hinauf, wo wir mit schönster Aussicht auf den Thunersee und die Alpen unser Mitgebrachtes assen. Weiter gings zum neu renovierten Strättligturm, dann zur Hauptstrasse, hinunter in die Kanderschlucht und über den Strättligsteg auf die andere Seite des Flusses. Weiter gings zum Kanderdelta mit dem Gedenkstein und der Erinnerungstafel für die grosse Wasserkorrektur. Auf der Seewiese konnten wir uns noch bei Glace oder Kaffee stärken. Einige wanderten weiter bis zum Bahnhof Thun, andere bestiegen schon im Gwatt den Bus für die Heimkehr.

Wer sich mehr interessiert für die Gewässerkorrektion findet viele Angaben im Internet. K.Fl

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